Ungelsheim

Eine Perle im Süden von Duisburg

Ungelsheim ist ein ruhiges Wohngebiet, das aber auch ein wenig Abwechslung bereithält.

Der Karl-Hartzig-Park ist ganz unweit der bescheidenen Kemenate des Autors dieser dahingeworfenen Zeilen gelegen. Er bildet so etwas wie den Ortskern.

Einst waren seine Promenaden stolz gesäumt von Cafés und Geschäften, entlang derer sich eingeborenene Flaneure und zugereiste Lustwandler die Hüte zum gegeseitigen Gruße andeutungsweise vom Schädel lupften.

Selbst das Ganz Große Geld war hier mit einem modernen Finanzinstitut und dessen eigenem Geldautomaten zu hause. Noch bis ins 2018 hinein konnten Kartenbesitzer, sogar nachts, in Ungelsheim über ihr Dispo verfügen.

Ein Inder mit integrierter Postfiliale ist geblieben, ein Bäcker sowie eine Apotheke halten mit ihren Produkten wie Pizza, Socken, Brötchen und Aspirin die Grundversorgung der nun unaufhörlich alternden, lokalen Bevölkerung aufrecht.

Ein paar wenige Gehminuten von hier gen Westen kommst du zur Neuapostolischen Kirche, einem architektonischen Kleinod der späten 19hundert50er Jahre. Es wurde rund zehn Jahre nach Beginn des Dritten Jahrtausends dicht gemacht.
Der Treppenaufgang des entweihten Gotteshaus lädt euch zum Verweilen ein, und ein fußläufig erreichbarer Altglascontainer zur Entsorgung dabei geleerter Pullen.

Die Anger, ein kleines, grüngesäumtes Flüsschen, plätschert derweil weiter entlang der östliche Flanke der Siedlung. Es ist, als murmelt es den hinfort Wankenden ein leises "Was soll's!?", zum Abschied hinterher.